Wir starteten mit einem Fall, in dem eine Familie eine barrierearme Reise plante und gleichzeitig das Eigenheim modernisieren wollte. Unser Ziel war, alle Schritte so zu ordnen, dass nichts doppelt geprüft wird. Dabei kombinierten wir Reise-, Gesundheits-, Rechts- und Technikpunkte in einer Reihenfolge, die sich in der Praxis bewährt.
Als erstes legten wir einen Zeitplan fest: sechs Wochen vor Abreise, zwei Wochen vorher und am Abreisetag. In jeder Phase definierten wir klare Aufgaben und eine verantwortliche Person. So blieb die Liste kurz genug, um wirklich abgearbeitet zu werden.
Für die Reise klärten wir zunächst die Barrierefreiheit: Transfer, Hotelzugang, Bad, Aufzüge und Notfallwege. Wir ließen uns relevante Angaben schriftlich bestätigen, um Missverständnisse zu vermeiden. Zusätzlich planten wir Pufferzeiten ein, falls Wege länger dauern oder Hilfsmittel organisiert werden müssen.
Danach prüften wir gesundheitliche Versorgung unterwegs, ohne uns auf Annahmen zu verlassen. Wir sammelten Kontaktdaten von Arztpraxis, Reiseversicherung und lokalen Anlaufstellen und speicherten sie offline. Telemedizin nutzten wir als Ergänzung, indem wir vorab die App-Einrichtung, Zeitzonen und Dokumentenupload testeten.
Im nächsten Schritt ging es um Pflegeleistungen im Urlaub, weil eine mitreisende Person Unterstützung benötigte. Wir klärten, welche Leistungen grundsätzlich auch außerhalb des Wohnorts möglich sind und welche Nachweise erwartet werden. Außerdem hielten wir fest, welche Hilfsmittel mitgeführt werden und was vor Ort gemietet werden kann.
Parallel dazu führten wir einen Sicherheitscheck im Haus durch, damit während der Abwesenheit Risiken reduziert sind. Wir prüften Rauchwarnmelder, Wasserabsperrung, Fenster- und Türschließpunkte sowie die Beleuchtung im Außenbereich. Anschließend dokumentierten wir die Ergebnisse, damit bei Rückkehr nachvollziehbar ist, was geändert wurde.
Für die geplante Renovierung erstellten wir eine Prüfroutine zur Vertragsprüfung für Handwerker. Wir achteten auf Leistungsbeschreibung, Materialqualitäten, Abnahmeprozess, Gewährleistung und klare Zahlungspläne. Unklare Formulierungen sammelten wir als Fragenliste, bevor irgendetwas beauftragt wurde.
Beim Thema Vorsorge ordneten wir die Dokumente nach Verständlichkeit und Zugriff: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Notfallkontakte. Wir prüften, ob Vertretungsbefugnisse, Ausnahmen und Aufbewahrungsorte eindeutig sind. Wichtig war auch, dass Vertrauenspersonen wissen, wo die Unterlagen liegen und wie sie im Ernstfall erreichbar sind.
